NEWS

Schletter-Newsletter März 2022
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

Endspurt hieß es in den vergangenen Wochen bei einem der größten PV-Projekte Europas in Brandenburg: Vor nicht einmal einem Jahr haben wir für EnBW dort die ersten Montagesysteme ausgeliefert. Nun ist das 300 MWp-Projekt ans Netz gegangen. Ein Projekt dieser Größenordnung ist auch für uns nichts Alltägliches. Deshalb werfen wir in diesem Newsletter nochmals einen Blick zurück.

Bei allem Stolz schauen wir aber auch wieder nach vorne – auf die bevorstehende Markteinführung der neuen Einfachbelegungs-Variante unseres Tracking Systems und unseres Flachdachsystems FixGrid Pro. Bei beiden Produkten steht größtmögliche Materialeffizienz pro Kilowatt Leistung im Vordergrund. Wie unseren Entwicklern das gelungen ist, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Ihre

Florian Roos
CEO Schletter Group
Dr.-Ing. Cedrik Zapfe
CTO Schletter Group
Andreas Rode
CFO Schletter Group

Schletter-News

Eingeschaltet! 300 MW-EnBW-Großprojekt geht ans Netz

Eines der größten Solarprojekte Europas hat den Betrieb aufgenommen. Das Energieunternehmen EnBW setzt für das 300-MWp-Projekt im östlichen Brandenburg auf unser langlebiges und belastbares Freilandsystem „FS Duo“.

Knapp 700.000 bifaziale Module wurden in den Ortschaften Gottesgabe und Alttrebbin auf einer Baufläche von zusammen rund 250 Hektar installiert. Die beiden Grundstücke sind damit gemeinsam etwa so groß wie 350 Fußballfelder. Zur Verankerung unseres Zweistützensystems wurden dabei insgesamt mehr als 140.000 Rammfundamente in den Boden getrieben.

(Foto: Gottesgabe | EnBW)

Die beiden Solarparks kommen auf eine Leistung von jeweils 150 MWp und produzieren voraussichtlich etwa 300 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Damit können ca. 90.000 Haushalte in der umliegenden Region versorgt und jährlich 200.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Gemeinsam mit dem nahegelegenen 187 Megawatt großen EnBW-Solarpark Weesow-Willmersdorf – lange Zeit der größte Solarpark Deutschlands – sind sie Teil eines regionalen Solar-Cluster mit einer Gesamtleistung von knapp 500 MWp. Alle drei Projekte zusammen können annähernd 140.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Solarstrom versorgen.

Ein tolles Leuchtturmprojekt auf dem Weg zur Energiewende!

(Foto: Alttrebbin | EnBW)

Interview

„Unser Tracker ist 30 Prozent leichter“

In den nächsten Monaten kommt unser angepasstes Tracking System „1V“ für Einfachbelegung mit großformatigen Modulen auf den Markt. Was bei der Entwicklung im Vordergrund stand und wo der ideale Einsatzort ist, erfahren Sie in diesem Interview mit Christian Salzeder, CSO Projects bei der Schletter Group.

Herr Salzeder, wie unterscheidet sich die neue, kompakte Tracker-Variante vom bisherigen Tracker?
Der angepasste Tracker ist eigens für die Belegung mit einem großformatigen und bifazialen Modul pro Tisch konstruiert. Hintergrund ist der Trend, dass die Module immer größer und leistungsfähiger werden. Auf dem 1V-Tracker können Module von bis zu drei Quadratmetern Größe vertikal montiert werden. Gerade kleinere Flächen lassen sich so noch effizienter nutzen. Bei unserem großen Tracker liegt der Schwerpunkt eher auf maximaler Segelbreite von bis zu fünf Metern. Entsprechend groß können die Reihenabstände sein, was ihn für den Einsatz auf landwirtschaftlichen Flächen interessant macht.

Was stand bei der Erweiterung des Trackers im Fokus?
Höchste Effizienz bei Materialeinsatz und Kosten spielt eine immer wichtigere Rolle, und das war einer der zentralen Aspekte bei der Entwicklung. Unser kompaktes Tracker System kommt mit weniger Material pro Kilowatt Leistung aus – er ist rund 30 Prozent leichter als vergleichbare Modelle der Konkurrenz. Das ist momentan vor allem aufgrund der hohen Logistik- und Transportkosten ein wichtiger Punkt. Außerdem lässt er sich sehr schnell und einfach montieren. Hinzu kommt die Marktentwicklung: Nachführsysteme mit Einfachbelegung sind außerordentlich nachgefragt.

Was wurde technisch verändert?
Die angepasste Version hat dieselben Konstruktionsvorteile wie der bereits bestehende Tracker. Ein Problem bei vielen Nachführsystemen sind windbedingte Schwingungen über die gesamte Reihenlänge. Mit einer mechanischen Selbsthemmung können wir dieses Phänomen vollständig eliminieren. Das System ist damit stabil wie eine Festaufständerung und hält Windgeschwindigkeiten von weit über 200 km/h stand. Mit einer Stow-Position zwischen 0 und 9 Grad Neigung wirken zudem bei starkem Wind weniger Kräfte auf Gestell und Module ein. Wettbewerber müssen ihre Tracking Systeme häufig bei maximaler Windgeschwindigkeit auf 30 Grad anstellen. Das erhöht die Kräfte auf Module und Unterkonstruktion enorm. Unsere Entwicklung hilft hingegen nicht nur, Kosten zu sparen, sondern die Sicherheit der Module jederzeit zu gewährleisten.

(Foto: Christian Salzeder | Schletter Group)


Produkt-News

FixGrid Pro: Weniger Ballastierung dank ausgefeilter Aerodynamik

Der Trend bei Dachanlagen geht immer mehr zu größeren und leistungsfähigeren PV-Modulen. Dabei stellt sich die Frage: Wie wirkt sich diese Entwicklung auf bestehende Montagesysteme aus? Müssen größere Module grundsätzlich stärker ballastiert werden?

Die Antwort ist eindeutig: nein. Entscheidend ist, dass die neuen Systeme in Windkanaltests optimiert werden. Das betonten Dr.-Ing. Cedrik Zapfe, CTO der Schletter Group, und Manuel Schwarzmaier, Vertriebsleiter der Schletter Group, kürzlich in einem Webinar des “PV Magazine”.

Ausgangspunkt für diese Versuche ist das „Hinweispapier zur Bemessung von Solarmontagesystemen auf Grundlage von Windkanalversuchen“. In Zusammenarbeit mit Aerodynamikexperten hat der Bundesverband Solarwirtschaft mit diesem Dokument in Deutschland erstmals eine einheitliche Vorgehensweise für die Berechnung von Windlasten und Ballastierungen bei Flachdachanlagen geschaffen.

Auf diese Weise haben wir auch unser Flachdachsystem FixGrid Pro optimiert. Im Vergleich zum alten System können Sie nun dank verbesserter Aerodynamik bis zu zehn Prozent Ballast einsparen – und das, obwohl Ihnen das System mit unterschiedlichen Neigungswinkeln, Belegungsarten und Modulgrößen künftig noch mehr Freiheiten bietet.

Wenn Sie mehr zu Ballastierung und Windkanaltests erfahren möchten, schauen Sie sich das Webinar hier noch einmal an.


Referenzen des Monats

Drei Freilandprojekte in den estländischen Dörfern Lepalaane, Pilka und Tuuliku. Dazu eine der größten Dachanlagen in der Ägäis-Region.

In Estland sind zuletzt drei Freilandprojekte mit zusammen knapp 4.000 kWp Leistung ans Netz gegangen. Die mit 2.016 kWp leistungsstärkste Anlage befindet sich im Norden des Landes, im an der Ostseeküste gelegenen Dorf Lepalaane. Die anderen beiden Projekte in Pilka und Tuuliku kommen auf 1.440 und 288 kWp Leistung.

An allen Standorten kam unser Tracker zum Einsatz, auf dem jeweils vier Module horizontal übereinander montiert wurden. Eine Herausforderung bei der Planung waren die zu beachtenden Schneelasten aufgrund der besonders langen und schneereichen Winter in diesen Regionen.

(Foto: Hilaris)
In der Türkei hat unser Kunde „IBT Solar“ auf einem Hallendach mithilfe unseres Montagesystems „Single Fix“ ein 7,41 MWp-Projekt montiert. Damit zählt die PV-Anlage in der Provinz Uşak, 320 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Ankara entfernt, zu den größten Dachprojekten der Ägäis-Region.
(Foto: IBT Solar)

Zahl des Monats

350 Fußballfelder

… groß ist der EnBW-Solarpark Gottesgabe und Alttrebbin. Rekord für Schletter und Rekord für Deutschland!


Nächste Termine

Webinar Montagesysteme:

Webinar Schletter Configurator:

Weitere Infos unter: Termine – Schletter Solar GmbH