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Schletter-Newsletter Dezember 2021
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

zweistellige Wachstumsraten und erstmals mehr als 3 GW Zubau – wer hätte gedacht, dass wir am Ende eines solchen Jahres ein derart positives Fazit ziehen können? Deshalb möchten wir uns herzlich für Ihr Vertrauen bedanken – und auch gelegentlich für Ihre Geduld. Unsere Lieferfähigkeit war und ist zwar weiterhin hoch, gerade auch für Großprojekte; trotzdem ist natürlich die Knappheit von Material und Transportkapazitäten auch an uns nicht ganz spurlos vorbeigegangen.

Wie es 2022 weitergeht? Prognosen sind schwierig – gerade in der aktuellen Zeit. Trotzdem wagen wir in diesem Newsletter einen Ausblick auf die Markttrends im kommenden Jahr. Und eines steht schon jetzt fest: 2022 wird es eine Reihe von Neuheiten und Verbesserungen an unserem Produktportfolio geben, die wir Ihnen heute vorstellen.

Ihnen wünschen wir erholsame und ruhige Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und neue gemeinsame Projekte 2022!

Ihre

Florian Roos
CEO Schletter Group
Dr.-Ing. Cedrik Zapfe
CTO Schletter Group
Andreas Rode
CFO Schletter Group

Interview

„Gestelle müssen so materialeffizient und flexibel wie möglich sein“

Was bringt das Jahr 2022 für die PV-Branche und was bedeutet das für die Entwicklung von Montagesystemen? Antworten von unserem Chefentwickler und CTO Dr.-Ing. Cedrik Zapfe im Drei-Fragen-Interview.

Herr Dr. Zapfe, welche Trends werden die PV-Branche im kommenden Jahr beschäftigen?
Ein beherrschendes Thema wird sicher weiterhin die Knappheit von Rohstoffen und Transportkapazitäten sein. Produktseitig geht der Trend klar weiter zu mehr Effizienz: Die Modulhersteller entwickeln immer größere und leistungsfähigere PV-Zellen und -Module. Und was den Markt angeht: Auch wenn die Kosten durch die Corona-Verwerfungen gestiegen sind, wird der Wachstumstrend weitergehen und neue Player am Markt zunehmend eine Rolle spielen. In Europa sehen wir z.B., dass nicht mehr nur Investoren, sondern verstärkt auch große Energieversorger PV-Projekte entwickeln, v.a. im Freilandbereich.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Montagesysteme?
Das bedeutet vor allem, dass die Gestelle so materialeffizient und flexibel wie möglich sein müssen. Weniger Material, weniger Komponentenvielfalt und ein Höchstmaß an Kompatibilität mit den neuesten Modulformaten – das sind deshalb auch weiterhin die Leitlinien unserer Entwicklungsarbeit. Wir wollen es den Planern und Monteuren, aber auch den Großhändlern bei der Lagerhaltung so einfach wie möglich machen. Und wir wollen unseren Teil dazu beitragen, die Life-Cycle-Costs so gering wie möglich zu halten – durch innovative Geometrien und weiterhin hohe Qualität und Langlebigkeit.

Was sehen Sie 2022 als größte Herausforderung?
Das sind eindeutig weiter die Folgen der Corona-Pandemie und damit verbunden die weltweiten Probleme in der Lieferkette. Es bedeutet ja nicht nur, dass sich die Bauzeiten vieler angefangener Projekte verschieben, sondern auch, dass neue Projekte z.T. geschoben werden. Wir sind froh, dass wir aufgrund unserer breit aufgestellten Lieferkette und einer Einkaufspolitik mit kühlem Kopf unsere Kunden weiter gut beliefern konnten. Diesen Kurs werden wir beibehalten. Das hilft uns im Übrigen nicht nur jetzt, sondern auch dann, wenn sich die Situation normalisiert und die Nachfrage im Markt wieder stärker anziehen wird.


Produkt-Neuheiten

Optimiert für großformatige Module: der Schletter Tracker

Im kommenden Jahr beliefern wir die ersten PV-Anlagen mit unserem angepassten Tracking System. Die kompakte Version punktet mit weniger Material pro Kilowatt Leistung und einfacher Montage.

Schnelle und unkomplizierte Montage, entwickelt für die neueste Generation großformatiger Module sowie optimierter Materialeinsatz: All diese Merkmale erfüllt die angepasste Version des Schletter Tracking Systems, die wir im Jahr 2022 auf den Markt bringen.

Damit greifen wir die aktuellen Trends in der Modulentwicklung auf: Statt für mehrere Module neben- oder übereinander ist das System speziell für die Belegung mit einem großformatigen und bifazialen Modul pro Tisch konzipiert. Module bis zu einer Größe von drei Quadratmetern können montiert werden. Das spart Montagezeit und Material.

Alle übrigen Merkmale und Konstruktionsvorteile unseres erfolgreichen Trackers bleiben gleich: Windbedingte Schwingungen über die gesamte Reihenlänge – ein Problem bei vielen Nachführsystemen – werden durch eine mechanische Selbsthemmung vollständig eliminiert. Das System ist damit stabil wie eine Festaufständerung und hält Windgeschwindigkeiten von weit über 200 km/h stand.

Unseren großen Tracker wird es natürlich auch weiterhin geben. Mit seiner großen Segelbreite von bis zu fünf Metern und Reihenabständen von bis zu 15 Metern eignet er sich insbesondere auch für Flächen, die zugleich landwirtschaftlich genutzt werden.


2022: Mehr Leistung auf dem Dach!

Ein neuer Multiadapter macht den Umstieg auf unser verbessertes Schrägdachsystem ProLine attraktiv. Auf dem Flachdach punktet unser System FixGrid Pro mit höchster Flexibilität und einfacher Montage. Das erwartet unsere Dachkunden 2022.

Wer bis jetzt noch nicht auf unser neues Schrägdachsystem ProLine umgestiegen ist, hat 2022 keinen Hinderungsgrund mehr: Zum einen ist unser ProLine System jetzt „komplett“. Das bedeutet, damit lassen sich künftig alle Schrägdachanwendungen abdecken. Zum anderen ist die ProLine vollständig mit unseren klassischen Schienen und Dachhaken kompatibel. Dank der ab Januar 2022 erhältlichen Multiadapter lassen sich „alt“ und „neu“ beliebig kombinieren.

Die Vorteile des neuen Systems: Weniger Materialeinsatz bei gleichzeitig höherer Belastbarkeit und extrem vereinfachter Montage. Installateure benötigen künftig nur noch ein Werkzeug – einen Torx T40 Schraubenschlüssel.

Flexibel belegbar: das Flachdachsystem FixGrid Pro

Schnelle und einfache Montage steht auch bei unserem ab März 2022 erhältlichen Flachdachsystem FixGrid Pro im Vordergrund. So werden etwa die Modulauflager komplett werkzeuglos auf dem Grundprofil eingedreht.

Darüber hinaus ist das System hochgradig flexibel: Die Modulauflager sind im Neigungswinkel verstellbar und lassen sich durch eindrehbare Erhöhungselemente beliebig aufeinanderstapeln. Statt unterschiedlicher Modulauflager je nach Neigungswinkel, Modulgröße oder Belegungsart (hochkant oder quer), lassen sich damit ab sofort alle Varianten mit nur wenigen universell einsetzbaren Komponenten realisieren. Das FixGrid Pro eignet sich selbst für Module mit einer Fläche von mehr als 2,5 Quadratmetern.

Auf unserer Website finden Sie eine Übersicht zu den Komponenten für Schrägdach- und Flachdachsysteme.


Schletter-News

Andreas Rode ist neuer CFO der Schletter Group

Seit Anfang November verantwortet Andreas Rode als neuer CFO die Finanzen unseres Unternehmens. Gemeinsam mit ihm wollen wir unsere strategische Weiterentwicklung weiter vorantreiben.

Andreas Rode kann auf langjährige Berufserfahrung auf Geschäftsführungsebene zurückblicken – sowohl bei Familienunternehmen als auch im Private-Equity-Umfeld. So war er bereits für den Online-Küchendirektvertrieb Kiveda Holding GmbH (als CEO/CFO), den Fahrzeugteile-Großhändler Europart Holding GmbH (als CEO) sowie Apollo Optik GmbH & Co. KG (als CFO/kaufmännischer Geschäftsführer) tätig.

Auf diesen Stationen hat er bewiesen, Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte, einer nachhaltigen Finanzierung, der Digitalisierung von Prozessen und ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit (ESG) entscheidend voranbringen zu können.

Wir freuen uns, dass wir einen so profilierten Nachfolger für Martin Lipp gefunden haben, der uns wegen eines Umzugs ins Ausland verlässt. Martin Lipp hat in den letzten Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass sich unser Unternehmen so positiv entwickelt hat. Diesen Kurs werden wir nun mit Andreas Rode fortführen.


Live und in Farbe (hoffentlich): Schletter-Messevorschau 2022

In den vergangenen Monaten waren wir nach langer Wartezeit endlich wieder live und vor Ort auf den wichtigen Branchen-Messen vertreten. Wir hoffen, dass das auch 2022 weiterhin möglich ist. Das sind die Messe-Highlights im ersten Halbjahr.

Die Intersolar Anfang Oktober in München war die erste große Solarfachmesse, die nach Ausbruch der Corona-Pandemie vor Ort mit Publikum stattfinden konnte. Im kommenden Jahr kehrt die Veranstaltung wieder zu ihrem gewohnten Termin in der ersten Jahreshälfte zurück. Die drei Tage vom 11. bis 13. Mai 2022 sollten Sie sich also unbedingt freihalten.

Hier ein Überblick über unsere geplanten Messe- und Veranstaltungs-Auftritte im ersten Halbjahr 2022:
 

  • 17. bis 19. Januar 2022 – World Future Energy Summit (Abu Dhabi)
  • 19. bis 20. Januar 2022 – Intersolution (Gent/Belgien)
  • 19. bis 20. Januar 2022 – Eco Power Expo (Warschau/Polen)
  • 8. bis 10. März 2022 – PV-Symposium (Bad Staffelstein/Deutschland)
  • 15. bis 17. März 2022 – Solar Solutions International (Amsterdam/Niederlande)
  • 7. bis 9. April 2022 – Solarex (Istanbul/Türkei)
  • 11. bis 13. Mai 2022 – Intersolar Europe (München/Deutschland)

Referenzen des Monats

Eine der größten Freilandanlagen Europas, ein weiterer Flughafen in der Dominikanischen Republik und anspruchsvolle Bodenverhältnisse in der französischen Bretagne: Hier eine Auswahl unserer aktuellen Projekte.

Deutschland: Die Arbeiten an einem der größten Solarparks in Europa schreiten weiter zügig voran. Der Energieversorger EnBW errichtet in Brandenburg parallel zwei Freilandanlagen mit insgesamt 300 MWp Gesamtleistung.

An beiden Standorten sind die Rammarbeiten inzwischen abgeschlossen. Während in Gottesgabe unser Montagesystem „FS Duo“ nahezu vollständig steht, müssen in Altrebbin noch wenige Hundert Tische aufgebaut werden. Bei beiden Projekten sind bereits mehr als ein Drittel der Module fertig montiert.

Dominikanische Republik: Mit einer 1 MWp Anlage in Punta Cana haben wir ein weiteres Projekt in der Dominikanischen Republik abgeschlossen. Auf dem Dach des gemessen an den Passagierzahlen größten Flughafens des Landes kam dabei unser Montagesystem „FixGrid 18“ zum Einsatz.

Bereits 2019 hatten wir fünf andere Flughäfen auf der Karibikinsel mit unserem zweistützigen Freilandsystem „FS 2V Duo“ beliefert. Seitdem produziert die Flughafengesellschafft AERODOM auf nahegelegenen Freiflächen Strom zum Eigenverbrauch – wie nun auch in Punta Cana.

(Foto: IEM)
Frankreich: Südlich von Rennes, in der Gemeinde Bruz, steht die mit 15,2 MWp größte PV-Anlage der Bretagne auf unserem Montagesystem „FS Uno“. Insgesamt 38.388 Solarmodule auf einem 20 Hektar großen Areal können nun etwa 5.000 umliegende Haushalte mit Strom versorgen.

Da die Anlage auf dem Gelände einer ehemaligen Blei- und Silbermine gebaut wurde, war es aufgrund der darunterliegenden Hohlräume notwendig, auf eine möglichst leichte Unterkonstruktion zu setzen. Der perfekte Einsatzort also für unser einstütziges System.

(Foto: IEL)

Zahl des Monats

3 GW

… PV-Leistung wurden 2021 auf Systemen der Schletter Group weltweit installiert. Rekord!


Termine

Webinar Montagesysteme:

Webinar Schletter Configurator:

Weitere Infos unter: https://schletter-group.com/termine